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Im Gespräch: ErdmannHAUSER ... aus gutem Grund!

IM GESPRÄCH: ErdmannHAUSER – Interview mit dem Geschäftsführer von ErdmannHAUSER

Ein wahres Herzensanliegen von ErdmannHAUSER ist die Arbeit mit biologisch-dynamisch wirtschaftenden Landwirten und ihren Erzeugnissen. Als deren Verarbeitungs-Partner stehen insbesondere Getreideaufschlussprodukte für das Unternehmen aus Erdmannhausen im Vordergrund. Den Bauern wird von dem Demeter-Betrieb marktunabhängig ein Abnahmepreis garantiert. Genau diese Intention führte maßgeblich im Jahr 1989 zur Gründung von ErdmannHAUSER. Schaut einmal auf die Verpackung der Produkte, denn dort findet ihr den Namen des jeweiligen Landwirtes – ein Zeichen mehr für die enge Zusammenarbeit. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Johannes Huober möchten wir mehr über das spannende Unternehmenskonzept erfahren.

FOODHALL: Lieber Herr Huober, wie würden Sie den Kern der Arbeit von ErdmannHAUSER mit Ihren eigenen persönlichen Worten beschreiben?

Johannes Huober:

Unser Kernanliegen ist das volle und ganze Korn!

ErdmannHAUSER Getreideprodukte ist ein vielfältiger Betrieb mit mehreren Manufaktur-und Verarbeitungsbereichen. Dazu gehört u.a. eine Bäckerei mit einem breiten Sortiment an vielfältigen Dauergebäcken, eine Kräutersalzmanufaktur, eine Rösterei, eine Saatenabpackung mit Erzeugnissen unserer regionalen Anbaupartner, eine Küche und ein angegliederter Hof für Sonderkulturen.

Doch in erster Linie ist ErdmannHAUSER Ganzkornspezialist. Angefangen mit dem Grünkern auf den Buchenholzdarren unserer Bauern, dem mechanisch aufbereiteten Dinkel wie Reis und Gerstengraupen, den Thermo-Getreiden wie Tsampa und Kornfix, den vier Bulgursorten aus Hartweizen, Dinkel, Gerste und Buchweizen oder den Getreidemahler-zeugnisse „TAU“ für Groß und Klein, das von Hebammen sehr empfohlen wird, aber auch von Hochleistungssportlern immer mehr als Geheimtipp gilt.

Der Kern unserer Arbeit liegt in dem folgenden Geheimnis: Die Reife des ganzen unversehrten Kornes wird durch Wasser, Wärme und Zeit für die menschliche Ernährung aufbereitet.

FOODHALL: Nehmen Sie uns doch bitte einmal mit hinter die Kulissen bei ErdmannHAUSER. Was macht einen gelungenen Arbeitstag bei Ihnen als kleine Manufaktur aus?

Johannes Huober: Ein gelungener Arbeitstag ist mit Schiller gesprochen, "wenn man im inneren Herzen spüret, was man erschafft mit seiner Hand". Die Herausforderungen des modernen Alltags liegen darin, dass wir die Einseitigkeiten der arbeitsteiligen Welt durch unser Interesse für das Ganze überwinden und den abstrakt gewordenen Lebensvorgängen wieder „Leben“ einhauchen, d.h. über die Einsicht in die Wertschöpfungskette Sinn für den Teilbereich erlangen, an dem wir in unserer Arbeit hingestellt sind. Das Interesse für Mensch und Mitwelt schafft einen Bezug und eine Beziehung.

Als Lebensmittelhersteller ist dieser Vorgang von vorneherein etwas erleichtert. Mit Bio ist dieser Sinnbezug zur Herkunft und Erzeugung gegeben. Allerdings stellt sich hier auch schnell wieder eine Routine ein und aus einem sinnstiftenden Bezug durch die Bio-Landwirtschaft wird wieder ein automatischer Vorgang, der im achtstündigen Arbeitsalltag in Vergessenheit gerät.

Wir Menschen sind dazu da, uns gegenseitig aufzuwecken. Wir können uns nicht darauf ausruhen, dass wir Bio-Snacks herstellen und diese in Plastikbeutel abpacken. Bio ist kein Status, sondern eine Lebenshaltung, die nur davon lebt, dass sie gelebt wird. Aus dem Grunde wurde innerhalb der teilweise industrialisierten Zweige das handwerkliche bei ErdmannHAUSER bewahrt und gepflegt. Die handwerklichen Gebäcke (Zwieback, Spritzgebäcke, Anisbrot u.a.) der Firma ErdmannHAUSER wurden damals wie heute den industrialisieren Sticks-, Stangen- und Salzlaugenproduktionen entgegengestellt. Dadurch ist die Arbeit bei ErdmannHAUSER vielseitig und abwechslungsreich. Was abstrakt ist, kann verlebendigt werden und die Verbindung zu dem Lebendigen wieder hergestellt werden. Da wo es sinnvoll erscheint, in der Abpackung, kann automatisiert und da wo etwas verloren gehen würde, in der Teigmacherei beispielsweise, wird nach wie vor von Hand gearbeitet. Aber auch händische Abpackung ist nicht gleich verwerflich und schafft Beziehung. Rationalisierung schafft auch immer einen gewissen Zwang zum Absatz. Das gehört auch vom Ganzen her angeschaut. Und wenn es uns gelingt, dass wir das Ganze im Einzelnen erleben und spüren können, ist der Tag ein gelungener oder besser ein gewonnener Tag. Unsere Vielfältigen Manufakturen und Arbeitsbereiche regen uns jeden Tag aufs Neue mit vielerlei Gerüchen und Sinneserlebnisse an, so dass wir erweckt und den Sinn in unserer Arbeit suchen.

FOODHALL: ErdmannHAUSER gehört zu der Firmengemeinschaft Erdmannhausen mit den ebenfalls dort ansässigen Partnerfirmen HUOBER BREZEL und BioGourmet. Zusammen beteiligen Sie sich aktiv an dem Prozess, neue Wege in Landwirtschaft, Produktion und Verteilung von Lebensmitteln verantwortungsvoll zu gestalten. Was zeichnet diesen Prozess aus?

Johannes Huober: In erster Linie überschaubare Zusammenhänge und Transparenz. Transparenz erfordert aber auch Konsequenz. So war Karl Huober Mitte der 90er Jahre klar, dass wir nicht nur einen gewissen Anteil auf Bio umstellen, sondern die ganze Produktion. Mit Blick auf die wahren Kosten, welche eine industrialisierte Landwirtschaft gesamtgesellschaftlich verursacht ist dies nur konsequent. Diese Konsequenz und Transparenz, jenseits von irgendwelchen Verbandslizenzen, zeichnet die Arbeit der Firmengemeinschaft aus. Ob es sich um Leinsaaten bei BioGourmet, um Weizen in der schwäbischen Knusperbrezel oder den Hartweizen im Bulgur von ErdmannHAUSER handelt. Der Rohwarenbezug ist immer verbindlich und aus überschaubaren Zusammenhängen.

FOODHALL: Im Zentrum der Getreideverarbeitung steht bei Ihnen das Aufschlussverfahren. Können Sie dies bitte einmal näher erklären?

Johannes Huober: In drei Stichworten: Ergiebig, schnelle Küche und nahrhaft! Die Grundtechniken des Aufschlusses, das Quellen und Darren, sind Jahrtausende alt. Wasser und Feuer waren dabei immer beteiligt. Das Getreide-Ganzkorn für die TAU-Getreidebreie wird mit Hilfe von Wasser, Wärme und Zeit in einem von ErdmannHAUSER eigens entwickelten Verfahren aufgeschlossen. Durch diesen sorgfältigen Aufschlussprozess werden die wertvollen Inhaltstsoffe des Getreides, wie Stärke und Eiweiß, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe besser verfügbar gemacht. Das wiederum schafft die Voraussetzung dafür, dass diese Vollkorngetreideprodukte von Großen und Kleinen gut vertragen werden können. Seit über 30 Jahren verwendet ErdmannHAUSER dafür zwei unterschiedliche Verfahrenstechniken: Das hydrothermische Verfahren mit Wasser und Wärme sowie das rein thermische Verfahren nur mit Wärme.

FOODHALL: Bereits im Jahr 1998 wurde die ErdmannHAUSER Saatgutkampagne begründet. Was beinhaltet diese (kurz zusammengefasst) und was macht biologisch-dynamisch gezüchtetes Getreide aus?

Johannes Huober: „Was die Kindheit für die Zukunft der Menschheit, das ist das Saatgut für die Zukunft der Ernährung des Menschen“. So heißt es in einem unserer ErdmannHAUSER Leitsätze zur Saatgutkampagne. Die ErdmannHAUSER Saatgutkampagne wurde vor mehr als zwanzig Jahren aus Verantwortung gegenüber einer zukünftigen Ernährung heraus geboren. [ins Leben gerufen]. Mit ihr unterstützen wir nun seit über zwanzig Jahren die unabhängigen Züchtungsbemühungen ökologischer Getreidezüchter. Monetär durch freie Schenkungen aus dem Jahreserlös, im Anbau durch feste Rahmenpreise mit den Bauern und den regelmäßig steigenden Absatz dieser Sorten. Zum Beispiel wurde in den späten 80er Jahren durch die konsequent ökologische Betriebsweise der ErdmannHAUSER-Bauern der fast ausgestorbene Dinkel gemeinsam mit den unabhängigen Getreidezüchtern wieder aus ursprünglichen Dinkelstämmen vermehrt und im Anbau eingeführt. Heute schauen wir auf eine große Sortenvielfalt von Dinkel, Weizen, Gerste und Hafer, die bei uns im Anbau sind.

FOODHALL: Mit Ihren Produkten möchten Sie einen Impuls zu gesunder Ernährung geben. Welche Ihrer Produkte schätzen Sie selbst besonders?

Johannes Huober: Den TAU aus Hafer und Gerste und den Bulgur aus Buchweizen, da sie sich beide Produkte sehr gut als Tourenproviant eignen. Ich bin sehr gerne in den Bergen oder auch auf dem Wasser unterwegs und kann die Aufschlussprodukte als Tourennahrung nur empfehlen. Die Päckchen sind leicht, die Menge ist sehr ergiebig und vor allem auch schnell zubereitet. Der TAU aus ist ein wirklicher Kraftspender, der sich leicht auf einer Bergtour auf einem Campingkocher in nur 2 Min. zubereiten lässt. Der Buchweizen Bulgur ist eine nussige und leichte Alternative zu Reis. Das Angenehme bei unserem Buchweizen Bulgur ist auch, dass sich durch den hydrothermischen Prozess die unangenehme und nicht leicht verträgliche Bitternote verliert. Wer bisher noch keinen Buchweizen schätzen gelernt hat, wird durch unsere Bulgur Alternative eines Besseren belehrt. Er lässt sich für meinen Geschmack sehr gut mit Spargel, Gemüse und Fisch kombinieren.

FOODHALL: Wir bedanken uns sehr für das interessante Gespräch.

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